Hochwasserschäden in Dresden

Jedes Jahr wieder müssen die Stadt Dresden und ihre Bewohner damit rechnen, dass das Hochwasser der Elbe sie heimsucht. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten war es so, dass sehr viele Schäden – auch an historischen Gebäuden – durch Hochwasser entstanden sind. Die Dresdner warten im Frühjahr jedes Mal darauf, dass die große Welle kommt. Vom Hochwasser im Osten der Republik profitiert nur das Baugewerbe, das die Schäden nach der Flut wieder behebt. Oft trifft die Stadtverwaltung erste Maßnahmen bereits dann, wenn das Hochwasser noch weit entfernt ist. Aber die Erfahrung der vorangegangenen Jahre hat gezeigt, dass es für eine Prävention niemals zu früh sein kann. In diesem Jahr ist die Elbe auf das Doppelte der normalen Breite angeschwollen und hat sich so tief in das Land gefressen.

Lage entspannt sich nur leicht

Alle Bürger sind während der Hochwassersaison sehr angespannt, da niemand wissen kann, wie schlimm es diesmal nach dem großen Wasser mit der Schimmelbeseitigung ist. In Dresden herrscht deshalb oft banges Warten auf die Mitteilung, welche Marke die Pegelstände der Elbe erreicht haben. Für die Stadt und ihre Bürger ist es jedes Mal ein Schreckensszenario; verwüstet das Hochwasser doch oft ganze Stadtteile. Auch wenn die Bürger vorsorgen und viele geeignete Maßnahmen zur Eindämmung des Hochwassers ergreifen, sind die Schäden doch jedes Mal wieder beklagenswert. Aber damit für die Betroffenen nicht genug – zieht es doch oft viele Schaulustige und Hochwasser-Touristen zur Zeit der Elbehochstände in die Stadt Dresden.

Hochwassertourismus in Dresden

Das Hochwassergucken scheint eine eigenartige Faszination auf viele Menschen auszuüben – die betroffenen Bürger von Dresden können darüber nur den Kopf schütteln. Sind sie doch diejenigen, die um ihr Hab und Gut kämpfen müssen und rund um die Uhr dafür Sorge tragen, dass das Hochwasser nicht zuviel Schaden anrichtet. Aus Richtung Tschechien kommt – immer im Frühjahr – das Hochwasser heran. Wenn es dann noch anhaltend regnet, ist die Situation besonders schlimm. Die Verantwortlichen der Stadtverwaltung und des Landeshochwasserzentrums beobachten dann ständig die Deiche, Wehre und die angrenzenden Wasserläufe, um im Notfall sehr schnell die neuen mobilen Schutzwände zu schließen.